Gehen auf dem Johannesweg

 

Seit Jahren hatte ich immer wieder den Wunsch zu pilgern.

Nicht gleich den Jakobsweg, nein, ich wollte einen "kleineren" kürzeren spirituellen Pilgerweg gehen.

 

Und dann erzählte mir jemand vom Johannesweg und der fühlte sich von Anfang an richtig gut an.

Also habe ich mich informiert und es war klar, diesen Weg möchte ich unbedingt gehen.

 

Es hat ein paar Jahre gedauert und vor ein paar Wochen war es dann soweit.

Das Sehnen in meinem Herzen diesen Weg zu gehen und mir eine Auszeit zu nehmen, war sooooo groß.

 

Ich habe meine Freundin Martina gefragt ob wir gemeinsam pilgern (sie hatte auch den Wunsch, den Johannesweg zu gehen).

Das was dann passierte, ist für mich heute noch so unfassbar.

 

Innerhalb von einer Woche haben wir alles organisiert mit unseren Familien, ich habe Urlaub beantragt, wir haben uns eine Unterkunft gesucht, die Anreise abgeklärt, Besorgungen gemacht ... und zwei Wochen später waren wir in Unterweißenbach im Mühlviertel.

 

Ganz besondere Tage lagen vor uns ...

 

♥ Vier Tage

♥ 84 km

♥ 2800 Höhenmeter

♥ 12 Stationen

♥ Wald und Wiesen ♥

♥ Stille und tiefe Ruhe

♥ riesige Steine und weite Felder

♥ Mäuse, Hasen, Falken

♥ verschwitzte T-Shirts ♥

♥ offene innige Gespräche

♥ lautes herzliches Lachen bis der Bauch weh tat

♥ große Träume

♥ Schritt für Schritt ♥

 

 

Unsere Erlebnisse vom Johannesweg, haben wir in einen Podcast verewigt. Auf Martinas Seite kannst Du unseren Erlebnissen lauschen: https://martinaeyth.com/folge-6-diese-erfahrungen-habe-ich-auf-dem-johannesweg-gesammelt/

 

 

Es waren heilige Tage auf dem Johannesweg, die noch immer nachwirken und in mir nachklingen, wie die Saiten einer Harfe.

 

Abgesehen vom gesundheitlichen Aspekt für den Körper, ist durch das Gehen, auch in meinem Inneren (auf Seelenebene) vieles passiert.

 

♥ Ich bin ganz tief bei mir gelandet.

Durch das Gehen ist alles was nicht zu mir gehört abgefallen.

Mir wurde bewusst, wie viel ich unbewusst von anderen übernehme, was mir aber gar nicht entspricht.

 

♥ Entspannung und Entschleunigung finden in der Bewegung statt.

Wieder einmal durfte ich fühlen, dass Entspannung für den Körper auch in der Bewegung passiert. Welch ein Geschenk.

 

♥ In meinem Gehirn wurde "gelüftet".

Das war eine spannende Erfahrung. Gedanken, um die ich gerne kreise, bzw. die immer wieder in mir auftauchen, sind in den Hintergrund gerückt. Es war so, als ob da kein Platz dafür wäre.

Mit Abstand wirken gewisse Themen ganz anders, als wenn ich mitten drin im Alltag bin.

 

♥ Tiefe Ruhe und Achtsamkeit

Ich würde mich als eine meist entspannte Frau bezeichnen. Aber nach dem Johannesweg habe ich eine tiefe innere Ruhe gefühlt und die ist immer noch da. Diese Ruhe lässt mich im Alltag achtsamer sein und gelassener sein.

In mir ist ein innerer Frieden, den ich davor noch nie so gefühlt habe.

 

♥ "Schritt für Schritt", war auf dem Johannesweg wie ein Mantra für mich.

Wir sind von 9 Uhr vormittags bis 17.00 / 18.00 Uhr gegangen, auf und ab, Schritt für Schritt. Ich habe dieses "Schritt für Schritt" in meinen Alltag mitgenommen. Es bedeutet für mich, ich mache eins nach dem anderen und ich bin mit meiner Aufmerksamkeit gerade bei dem, was ich mache. Und das fühlt sich richtig gut an.

 

 

 

Vielleicht magst Du Dich auch auf den Weg machen und einfach nur gehen, Schritt für Schritt.

 

Es muss ja nicht gleich eine 4 Tages Tour sein. Vielleicht magst Du mit einem langen Spaziergang beginnen. So lange wie Du Dich wohlfühlst. Ich glaube, dass Du auch mit einem langen Spaziergang in ein wohliges Gefühl und in die Entschleunigung kommst.

 

 

Unter folgendem Link bekommst Du Informationen über den Johannesweg: https://www.johannesweg.at/

Sehr gerne gebe ich Dir auch Auskunft. Schreibe mir dafür ein E-Mail: mail@romanabrunauer.at